Anlässlich des Aktionstages Altenhilfe am Montag, den 13. Juli 2009 hatte auch das Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder Trier seine Türen geöffnet. Politikern aus der Region sollte die Gelegenheit gegeben werden, aktiv am Alltagsgeschehen des Seniorenzentrums teilzunehmen.
Georg Bernarding, Bürgermeister und Sozialdezernent der Stadt Trier und Bernhard Kaster, Mitglied des Bundestages (CDU) begleiteten einen Vormittag lang zwei Pflegefachkräfte des Seniorenzentrums und unterstützten diese bei der Pflege der Bewohner. „Durch die Einbindung der Politiker in den Arbeitsalltag unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen wir unseren Gästen die täglichen Aufgaben und Herausforderungen des Pflegeberufes näherbringen“, erklärt Heimleiter Daniel Knopp. Bernarding und Kaster nutzten die Möglichkeit, sich in Gesprächen mit Bewohnern und Mitarbeitern einen persönlichen Eindruck von den Rahmenbedingungen der Pflege und der Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung zu verschaffen. Sie arbeiteten aktiv mit bei Aufgaben wie Lagerung der Bewohner, Essensausgabe oder Wäscheverteilung.
Für Georg Bernarding, der schon in jungen Jahren zeitweise in die Pflege seiner Großeltern mit eingebunden war, hat sich in den Gesprächen mit den Heimbewohnern auch bestätigt, wie wichtig es ist, dass Pflege- und Altenheime weiterhin in den Innenstädten angesiedelt werden. „Es ist schön, dass wir aus Trier auch in einem Seniorenzentrum hier in Trier unseren Ruhesitz beziehen konnten“, so eine Bewohnerin im Gespräch mit dem Bürgermeister. „Insgesamt habe ich den Eindruck gewonnen, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner im Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder Trier sehr wohl fühlen“, fasst Bernarding die Erlebnisse des Vormittags zusammen. Dass die Personaldecke zu eng und die aktuellen Rahmenbedingungen der Pflegegesetze im Wesentlichen die körperliche Pflege der Heimbewohner im Fokus haben, darin stimmen Heimbewohner, Pflegekräfte und Heimleitung überein. „Wir wünschen uns, dass wir mehr Zeit für die Bewohner aber auch mehr Zeit für die vielen organisatorischen und dokumentarischen Aufgaben hätten“, so Andrea Schmitt, Pflegedienstfachkraft im Seniorenzentrum. Und auch Judith Leineweber, verantwortliche Wohnbereichsleiterin im Seniorenzentrum wünscht sich weniger Zeitdruck und mehr Personal, um sich intensiver mit den Bewohnern beschäftigen zu können.
Auf der Pressekonferenz am Nachmittag diskutierten Mitarbeiter, Heimbewohner, Vertreter des Diözesan-Caritasverbandes Trier und des Verbandes katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V. (VKAD), der geschäftsführende Vorstand des Einrichtungsträgers BBT e.V. gemeinsam mit am Aktionstag beteiligten Politikern verschiedener Fraktionen aus Landtag und Bundestag die derzeitigen Rahmenbedingungen in der Pflege. Als Fazit des Aktionstages brachte der geschäftsführende Vorstand des Einrichtungsträgers BBT e.V. Günter Mosen die Situation wie folgt auf den Punkt: „Wir brauchen mehr Geld im System, um eine langfristige und solide Basis für die Altenhilfeeinrichtungen gewährleisten, Nachwuchskräfte begeistern und schwarze Zahlen schreiben zu können.“
Georg Bernarding unterstützt Pflegefachkraft Andrea Schmitt bei der Pflege der Bewohner
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Georg Bernarding bei der Vorbereitung des Mittagstisches
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